Johanna Rall

Johanna Rall ist Gründerin von Rallentando, einer internationalen Filmproduktion mit Sitz in Berlin. Ihre Einflüsse ziehen sich von der Meisner-Schauspieltechnik über Butoh bis zur zeitgenössischen Performance-Kunst-Szene.

Im Studio Tambour lernte sie die Meisner-Technik kennen — eine Praxis, die auf der Wahrheit von Moment zu Moment beruht. In ihren ersten filmischen Experimenten verband sie diese Methode mit Performance Art und einem klassischen Drehbuch. Aus dieser Verbindung entstand die Methode des fluiden Drehbuchs — ein Skript, das auf die Körper der Darstellenden zugeschrieben wird — die sie bis heute weiterentwickelt.

Was sie in ihrer Arbeit antreibt, ist die Begegnung mit dem Schatten — den verborgenen, verdrängten Aspekten des Menschen, die das Sichtbare formen. Entropy, ihre dreiteilige Debütserie, ist der Versuch, diese Schatten auf archetypische Weise zum Vorschein zu bringen und den Lichtaspekten jedes Einzelnen in einem Spiel der Irrungen und Wirrungen gegenüberzustellen.

2025 schrieb sie die Pilotfolge. 2026 initiierte sie das Entropy Development Laboratory — eine einwöchige intensive Zusammenarbeit mit Pina-Bausch-Fellow Danilo Andrés. In Entropy untersucht sie, ob sich nicht-lineare Erzählformen, klassisches Schauspiel und Performance Art zu einer neuen, fernsehtauglichen Form verbinden lassen.

Team — wird ergänzt.